Um die Verbreitung des Schultheaters in Deutschland zu fördern, rief der Bundesverband Darstellendes Spiel mit Unterstützung der Körber-Stiftung 1985 das Schultheater der Länder ins Leben. Dieses Festival ist kein Wettbewerb, bei dem sich konkurrierende Schülergruppen miteinander messen. Vielmehr ist es ein Forum für den Austausch von Erfahrungen zwischen theaterbegeisterten SchülerInnen, aber auch zwischen den Lehrern und Theaterprofis.
Das Festival findet jedes Jahr im September in einem anderen Bundesland statt. Zu wechselnden Rahmenthemen präsentieren Schultheatergruppen aus allen Bundesländern ihre Stücke. Die Gruppen tauschen sich intensiv untereinander aus, besprechen ihre Arbeit mit Theaterprofis und erhalten so neue, kreative Impulse. An dem bundesweit größten Schüler-Theatertreffen beteiligen sich jährlich rund 400 SchülerInnen, Pädagogen und Fachkräfte.
Workshops und Fachtagung
Fester Bestandteil des einwöchigen Festivals sind über zwanzig begleitende Workshops für SchülerInnen, in denen mit den Gestaltungsmöglichkeiten des Theaters experimentiert wird.
Eine Fachtagung für Lehrer und Spielleiter dient der Weiterentwicklung und Diskussion didaktischer Methoden. Mit jährlich 100 – 150 Teilnehmern ist sie die größte Fortbildungsveranstaltung für Darstellendes Spiel in Deutschland.
Bewerbung
Theatergruppen aller Schulformen und –stufen können sich bis zum 15. Mai des betreffenden Jahres für das Schultheater der Länder bei ihren jeweiligen Landesverbänden bewerben. Ihre Projekte sollen sich fantasievoll und kreativ mit dem jeweiligen Rahmenthema beschäftigen und nicht länger als 60 Minuten dauern.
Zu jedem Festival ist eine Dokumentation beim Bundesverband erhältlich. Seit 2001 erscheint das Jahresheft "Fokus Schultheater" in der edition Körber-Stiftung.