Die sieben Thesen der Bremer LAG
Lernen mit Kopf, Herz und Hand. Die Bedeutung der sinnlichen Erfahrungen im alltäglichen Lernprozess. Theater als Fach und als Unterrichtsmethode: Eine Antwort auf PISA?
(LAG-Vorstand, Bremen 2003)
- Individuelle Förderung statt Selektion
Darstellendes Spiel holt den Schüler dort ab, wo er steht. Die Heterogenität einer Lerngruppe wird nicht nur als Vorstadium für den Idealzustand einer möglichst großen Homogenität begriffen. Vielmehr wird die Individualität eines jeden Schülers gefördert nach seinen Fähigkeiten.
- Selbstwirksamkeit fördern
Gleichzeitig entwickelt der Schüler in der Gruppe seine Ensemblefähigkeit und erfährt die Selbstwirksamkeit seines Handelns durch die Präsentation vor öffentlichem Publikum am Ende des Projekts.
- Emotionalität: Unverzichtbarer Bestandteil im Lernprozess
Neurobiologische Erkenntnisse machen deutlich, welche wichtige Rolle Emotionen für Lernen und Gedächtnisbildung spielen: Emotionalität ist im Darstellenden Spiel ein konstitutives Element.
- Lebenskunst und Persönlichkeit
Schülerinnen und Schüler erfahren die Aneignung von Wirklichkei tin einem aktiven , spielerisch- ästhetischen Lernprozess ganzheitlich über alle Sinne.
- Soziale Kompetenz für alle Berufe
Neben den fachlichen Kompetenzen gewinnen die durch das Darstellende Spiel vermittelbaren soft skills branchenübergreifend in der Wirtschaft an Bedeutung.
- Darstellendes Spiel ermöglicht Mutproben für eine Gesellschaft, die sich stark macht für Demokratie und Toleranz
- Darstellendes Spiel fördert in projektorientierter Form interkulturelle Kompetenz und schafft gemeinschaftsfördernde Identität.